Permalink

0

Heilkräuter in der alternativen Medizin

Ihre leichte Verwendbarkeit für häusliche Zwecke macht Heilkräuter auch heute noch so beliebt. So lässt sich zum Beispiel bei kleineren Unpässlichkeiten schnell ein Aufguss aus heilkräuter auf holzihnen zubereiten, der etwas Linderung in der ersten Not bringt. Auch viele Pflanzen, die eigentlich als Nahrungslieferanten angebaut werden, können manchmal bei der Besserung von leichteren Gesundheitsstörungen hervorragende Dienste leisten. Ein Bauerngarten beispielsweise ist voll davon: Kohl, Karotten, Sellerie, Zwiebeln, Knoblauch, Schwarze Johannisbeeren, Äpfel, Quitten und Zwetschgen wirken, richtig angewandt, so manches Mal nicht nur als Nahrungs- sondern auch als Heilmittel. Wer kennt es nicht, das englische Sprichwort vom Apfel, der den Arzt auf Distanz hält, wenn nur täglich eine der vitaminreichen Früchte verzehrt wird. Einige Küchenkräuter können auch als Heilpflanzen verwendet werden. Hier bieten sich unter anderem Majoran (Origanum majorana), Dost (Origanum vulgare) und Echter Thymian (Thymus vulgaris) an.

Von der Zauberpflanze zur Pflanzenheilkunde

Teure Medizin konnten sich früher nur wenige Menschen leisten. Die Meisten waren auf das angewiesen, was Garten und freie Natur hergaben. Das konnte jedoch bei entsprechendem Kräuter-Wissen schon eine ganze Menge sein. Fast überall war beispielsweise der anspruchslose Schwarze Holunder (Sambucus nigra) zu finden, der in der Volksmedizin seit langer Zeit eine tragende Rolle spielt. Die Ehrfurcht vor den heilsamen – aber möglicherweise auch Unheil bringenden – Kräften dieser Pflanze ging in alten Zeiten manchmal soweit, dass Männer vor ihr den Hut zogen.

hausmittel von omaVielen Pflanzen bzw. Pflanzenteilen wurden aufgrund ihres Aussehens bestimmte Heilwirkungen zugeschrieben. Die sogenannte Signaturlehre beschäftigte sich intensiv damit. Es war demzufolge nur logisch, dass die Kerne der Walnuss gut für das Gehirn sein müssen, da sie doch diese eindeutige Gestalt haben. Manchmal bestätigten sich solche Vermutungen zwar, doch oft waren sie auch falsch. Vom Aberglauben über kluge Beobachtung der Natur bis hin zur gegenwärtigen Pflanzenheilkunde war es ein weiter Weg voller Irrtümer, aber auch bahnbrechender Entdeckungen.

Heutige Generationen profitieren von den vielen Versuchen, die stattfinden mussten, um so mancher Pflanze ihr heilsames Geheimnis zu entlocken. Auch wenn etliche Inhaltsstoffe und Wirkungen einheimischer Heilpflanzen bereits bekannt sind, gibt es hier zukünftig noch vieles zu erforschen. Hinzu kommen die unzähligen exotischen Pflanzenschätze, deren bisher ungenutzte Wirkstoffe noch auf ihre Entdeckung bzw. Wiederentdeckung warten.

Wirkstoffe in Heilkräutern

Die Wirkung der Heilpflanzen beruht auf bestimmten Hauptwirkstoffen. Außerdem enthalten sie Begleitstoffe, welche die Wirksamkeit oft noch ergänzen oder verbessern. Es ist also häufig ein ganzer Wirkstoff-Komplex für die Heilwirkung einer Pflanze verantwortlich. Zu den bedeutsamen Wirkstoffen gehören unter anderem ätherische Öle, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Schleimstoffe, Alkaloide und herzwirksame Glykoside.

Ätherische Öle:

ätherische öle aus heilkräuternViele Heilkräuter enthalten ätherische Öle. Ihr auffälligstes Merkmal sind die charakteristischen Düfte, die sie verströmen. Hohe Gehalte an ätherischen Ölen weisen beispielsweise die Früchte des Fenchels (Foeniculum vulgare), die Blüten des Echten Lavendels (Lavandula angustifolia), die Wurzeln des Liebstöckels (Levisticum officinale) und die Blätter der Zitronenmelisse (Melissa officinalis) auf. Der Begriff „ätherisch“ leitet sich vom griechischen Wort „aither“ ab, was soviel wie „Himmelsluft“ bedeutet. Das weist schon auf die Flüchtigkeit dieser Pflanzenstoffe hin. Ätherische Öle verflüchtigen sich oft bereits bei Raumtemperatur ohne Rückstände. Noch besser lassen sie sich jedoch mit Wasserdampf aus den Pflanzenteilen herauslösen. Das wichtigste Gewinnungsverfahren ist deshalb die Wasserdampfdestillation. Daneben gibt es noch andere Verfahren, wie zum Beispiel Enfleurage, Mazeration oder Extraktion. Auch durch das Auspressen, welches zum Beispiel bei den Fruchtschalen von Pomeranzen (Citrus aurantium ssp. aurantium) zur Anwendung kommt, können einige der begehrten ätherischen Öle gewonnen werden.

Bitterstoffe:

Dem Verdauungsapparat tun bei Störungen oft Bitterstoffe gut. Beim Kurieren von Beschwerden des Magen-Darm-Traktes können sie hilfreich sein. Sie sind Bestandteile vieler Magen-, Gallen-, Leber-, Abführ- und Stoffwechsel-Tees.

Gerbstoffe:

Die herb schmeckenden und zusammenziehenden Gerbstoffe wirken äußerlich gegen Hautschäden und innerlich gegen Schleimhautdefekte. Sie sind häufig in Mund- und Gurgelwässern, Tinkturen, Haarwässern, Badezusätzen und Mitteln gegen Hämorrhoiden enthalten. Typische Gerbstoffdrogen sind unter anderem das Kraut der Brombeere (Rubus fruticosus), die Rinde der Stieleiche (Quercus robur) sowie die Blätter von Heidelbeere (Vaccinium myrtillus), Pfefferminze (Mentha x piperita), Echtem Salbei (Salvia officinalis) und Echter Walnuss (Juglans regia).

Schleimstoffe:

Diese schleimigen, quellenden Pflanzenstoffe wirken vor allem positiv auf entzündete Schleimhäute im Rachen-, Magen- und Darm-Bereich ein. Oft befinden sie sich als Wirkstoffe in Husten- oder Abführmitteln. Bekannte Schleimstoff-Drogen sind zum Beispiel die Wurzeln des Echten Eibisches (Althaea officinalis), Blätter und Blüten der Wilden Malve (Malva sylvestris), das Kraut des Spitzwegerichs (Plantago lanceolata) sowie die Blüten der Stockrose (Alcea rosea).

Alkaloide:

Sehr starke physiologische Wirkungen gehen von diversen Alkaloiden aus. Diese stickstoffhaltigen Verbindungen bringen einige der stärksten Pflanzengifte hervor. Für die Selbstbehandlung sind viele Alkaloid-Drogen deshalb nicht zugelassen. Allerdings verdankt die Menschheit diesen Wirkstoffen auch äußerst hilfreiche und wichtige Medikamente. Das aus der Chinarinde gewonnene Chinin wird beispielsweise zur Malaria-Behandlung eingesetzt. Morphin aus den Samenkapseln des Schlafmohns (Papaver somniferum) ist ein sehr starkes Schmerzmittel. Allerdings wird es mitunter auch als Rauschdroge missbraucht.

Herzwirksame Glykoside:

Diese Stoffe können die Funktion des Herzens beeinflussen. Auch sie wirken bei falscher Anwendung als starke Gifte. Pflanzen mit solchen Inhaltsstoffen, wie zum Beispiel der Rote Fingerhut (Digitalis purpurea), sind ebenfalls nicht für „Experimente“ im Bereich der Selbstmedikation geeignet.

Anthrazenderivate:

Sie wirken auf den Dickdarm und werden bei chronischer Verstopfung als pflanzliche Abführmittel eingesetzt. Dauergebrauch sollte jedoch, wie so oft, auch hier vermieden werden.

Flavonoide:

Flavonoide sind natürliche Farbstoffe der Pflanzen. Der Begriff ist vom lateinischen Wort „flavus“ abgeleitet, was „gelb“ bedeutet. Jedoch werden auch viele andere Pflanzenfarben durch Flavonoide gebildet. Forscher vermuten zahlreiche positive Wirkungen auf die menschliche Gesundheit, die eventuell durch diese sogenannten sekundären Pflanzenstoffe unterstützt werden.

Kieselsäure:

Kieselsäure ist am Aufbau des Bindegewebes beteiligt. Sie kann in manchen Fällen die Wirkung anderer Pflanzenbestandteile unterstützen. Reich an diesem Stoff ist zum Beispiel das Kraut des Ackerschachtelhalms (Equisetum arvense).

Stärken:

Stärken sind weiße, pulverförmige Stoffe, die unter anderem als pharmazeutische Hilfsstoffe Verwendung in Schüttelmixturen, Pasten, Kapseln und Streupulvern finden.

Fette und fette Öle:

Bestandteile vieler pharmazeutischer Zubereitungen sind Fette und fette Öle. Sie können ranzig werden, das heißt, sie verändern ihre Farbe und nehmen einen unangenehmen Geruch an. Außerdem dicken sie mit der Zeit ein. Am besten werden sie kühl und vor Licht geschützt aufbewahrt. Beispiele sind Erdnussöl (Oleum Arachidis), ein in der Pharmazie verwendeter Grundstoff für Arzneiöle, Emulsionen, Pasten und Salben sowie Rizinusöl (Oleum Ricini), das eine abführende Wirkung hat.

Wachse:

Weitere pharmazeutische Hilfsstoffe, die zum Teil aus Pflanzen gewonnen werden, sind die Wachse. Sie verändern ihre chemischen Eigenschaften während der Lagerung kaum. Ein sehr hartes Naturwachs ist Carnaubawachs (Cera Carnauba). Es wird aus einer Wachspalmenart gewonnen und unter anderem für Überzüge von Tabletten verwendet.

Es gibt noch etliche weitere Pflanzenwirkstoffe, die in der Pharmazie Anwendung finden. So können zum Beispiel auch Saponine, Harze, Gummiharze, Balsame und eingetrocknete Milchsäfte bei fachkundiger Verwendung zu segensreichen Helfern aus der scheinbar unendlich großen „Apotheke der Natur“ werden.

Zubereitungen aus Heilpflanzen

Wässrige Auszüge sind im Hausgebrauch eine relativ einfache Möglichkeit, um bestimmte Wirkstoffe diverser Heilpflanzen zu erschließen. Diese können auf verschiedene Weise hergestellt werden. Es wird dabei, je nach Art der Zubereitung, zwischen Aufguss, Abkochung und kaltem Auszug unterschieden. Für eine Abkochung befinden sich die Pflanzenteile direkt im siedenden Wasser, während sie für einen Aufguss nur mit solchem übergossen werden. (vgl. http://www.digitalefolien.de/biologie/pflanzen/heilk/arznei.html) Der kalte Auszug ist ein sehr schonendes Verfahren. Allerdings werden dabei Inhaltsstoffe oft nur unvollständig herausgelöst. Nicht alle Zubereitungsformen eignen sich auch für jede Heilpflanze. Beschaffenheit und Wirkstoffe sind ausschlaggebend für die Art des Verfahrens.

Aufbewahrung

Einige Grundregeln für die dauerhafte Aufbewahrung von getrockneten Heilpflanzen sollten immer beherzigt werden, damit ihre gewünschte Wirkung möglichst lange erhalten bleibt und – zum Beispiel durch Verunreinigungen oder Schimmel – keine zusätzlichen Gesundheitsrisiken entstehen. Die trockenen und sauberen Gefäße müssen gut schließen, um den Inhalt bestmöglich vor Luft, Staub und Insektenfraß schützen zu können. Licht und übermäßige Wärme tun vielen pflanzlichen Drogen ebenfalls überhaupt nicht gut. Alle Heilkräuter haben nur eine begrenzte Haltbarkeit. Es sollte daher in regelmäßigen Abständen überprüft werden, ob sich die Pflanzenteile noch in verwertbarem Zustand befinden. Ist das nicht der Fall, so wird besser der gesamte Gefäßinhalt entsorgt, auch wenn evtl. nur Teile davon unbrauchbar erscheinen. Pflanzliche Drogen verschiedenen Alters sollten nicht miteinander vermischt werden. Sinnvoll ist es auch, die Aufbewahrungs-Gefäße so zu beschriften, dass sich der Inhalt und dessen Alter zweifelsfrei feststellen lassen.

Vorsicht, Gift!

„Die Dosis allein macht das Gift.“ So lautet ein viel zitierter Satz. Es kann nicht oft genug darauf hingewiesen werden, dass besonders im medizinischen Bereich in vielen Fällen das Heilsame und das Schädliche gefährlich nahe beieinander liegen. Fingerhut-Arten (Digitalis), Tollkirsche (Atropa belladonna), Gemeiner Stechapfel (Datura stramonium), Schwarzes Bilsenkraut (Hyoscyamus niger), Eisenhut-Arten (Aconitum), Maiglöckchen (Convallaria majalis), Herbstzeitlose (Colchicum autumnale), Seidelbast (Daphne mezereum), Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus), Gemeiner Goldregen (Laburnum anagyroides) und Pflanzen mit ähnlich starker Giftwirkung gehören keinesfalls in die Hausapotheke, sondern ausschließlich in die Hände von Fachleuten!

Auch im Garten wird lieber auf sie verzichtet, wenn Haustiere, unwissende Erwachsene und neugierige Kinder nicht in tödliche Gefahr gebracht werden sollen. So gilt der Blaue Eisenhut (Aconitum napellus, vgl. http://www.giftpflanzen.com/aconitum_napellus.html) zum Beispiel als die giftigste Pflanze, welche die europäische Natur zu bieten hat. Bei der Anwendung von Heilpflanzen darf nie etwas verwendet werden, das nicht eindeutig identifiziert werden kann. Es treten sonst mitunter Verwechslungen auf, die gesundheitliche Schäden hervorrufen können.
kraeuter aus der aphothekeWer sich beim Sammeln nicht absolut sicher ist, der sollte lieber in der Apotheke nach der gewünschten Pflanze fragen. Hier gibt es bei Bedarf auch kompetente Hinweise zur richtigen Anwendung gratis dazu. Außerdem haben die dort erworbenen Heilkräuter eine erstklassige Qualität und kaum Schwankungen in ihren Wirkstoffgehalten aufzuweisen. Verschmutzungen durch Straßenstaub, Abgase oder chemische Mittel sind hier ebenfalls nicht zu befürchten.

Schwangere, Stillende, Kinder und alte Menschen sind immer als „Sonderfälle“ zu betrachten. Auch viele chronische Erkrankungen oder Allergien bedingen einen vorsichtigen Umgang mit den sogenannten „harmlosen Hausmittelchen“. In jedem dieser Fälle sollte zuerst der Arzt befragt werden, ob eine bestimmte Heilpflanze angewendet werden darf. Heilkräuteranwendungen ohne ärztliche Empfehlung dürfen immer nur als „Erste-Hilfe-Maßnahme“ bei sogenannten „Bagatell-Erkrankungen“, wie zum Beispiel einer Erkältung, verstanden werden. Lassen die Beschwerden nicht innerhalb kurzer Zeit nach, sollte der Gang in die Arztpraxis keinesfalls weiter aufgeschoben werden.

Heilkräuter vom Arzt

Immer mehr Ärzte besinnen sich auf die Kraft von Heilkräutern und die Vorteile der alternativen Medizin. War diese Art der Behandlung vor einigen Jahren nur bei einigen wenigen Homeopathen möglich, die aufgrund ihres Wissens auch sehr lange Wartezeiten für Patienten hatten, und wo eine Aufnahem in die Patientenkartei oft überhaupt nicht mehr möglich war, haben sich in letzte Zeit auch viele junge Ärtze der alternativen Medizin verschrieben. Allgemeine Ärzte, oder „Hausärzte“ wie sie im Volksmund auch genannt werden, bilden sich im Bereich der Heilkräuter fort, und ermöglichen Ihren Patienten so eine umfassende Behandlung.

Auch einige private Krankenkassen sind diesem Trend gefolgt, und haben alternative Behandlungsmethoden mit in ihr Leistungsspektrum (vgl. http://www.krankenkassen.net/private-krankenversicherung/zusaetzliche-leistungen.html ) aufgenommen. Wenn man sich für eine neue private Krankenversicherung entscheiden will, sollte man diese zusätzlichen Leitungen unbedingt Beachten, denn gerade bei alternativer Medizin gibt es hier doch gravierende Unterschiede.

Permalink

0

Küchenkräuter – Anbau und Pflege

Wer gern täglich frische Küchenkräuter zur Hand haben möchte, der kann sich seinen Wunsch meist recht problemlos erfüllen. Etliche der aromatischen Gewächse sind sehr genügsam, geben jedoch viel. Oft kann der Salzverbrauch beim Kochen durch Zugabe von Kräutern reduziert werden, denn auch sie verleihen faden Speisen das gewisse Etwas. Pluspunkte für eine gesunde Ernährungsweise sind außerdem die enthaltenen Vitamine, die in frisch geernteten und sofort verwendeten Pflanzenteilen noch zahlreich vorhanden sind. Auch aus gärtnerischer Sicht spricht vieles für den Anbau von Küchenkräutern: Sie sehen oft über einen langen Zeitraum hinweg dekorativ aus und locken durch ihre Düfte zahlreiche „Bestäuber“, wie zum Beispiel Bienen oder Hummeln, in die Gärten.

Der Anbau von Küchenkräutern

Kräuteranbau-Versuche werden in den meisten Fällen auch bei ungeübten Gärtnern mit Erfolgen belohnt. Eine große Gruppe der Küchenkräuter stammt aus dem Mittelmeer-Raum. Zu diesen mediterranen Gewächsen zählen beispielsweise Echter Thymian (Thymus vulgaris), Majoran (Origanum majorana) und Sommer-Bohnenkraut (Satureja hortensis). Sie alle bevorzugen einen vollsonnigen Standort. Ideal ist ein durchlässiger Boden von niedriger bis mäßiger Fruchtbarkeit. Unter solchen Bedingungen können die Pflanzen große Mengen ätherischer Öle produzieren. Diese sind für Geschmack und Duft des jeweiligen Krautes verantwortlich. Der Standort des Kräutergartens sollte sich aus praktischen Überlegungen in der Nähe des Hauses befinden, damit auch bei schlechterem Wetter schnell etwas geerntet werden kann, ohne erst das komplette Grundstück überqueren zu müssen. Viele Kräuter lassen sich hervorragend auf einem sonnigen Balkon kultivieren. Dort sind sie bei Bedarf schnell zur Hand und bieten, in hübschen Pflanzgefäßen angeordnet, einen erfreulichen Anblick.

Mehr zum Thema: Anbauen beliebter Küchenkräuter (gefunden auf hausgarten.net)

Die Pflege

Bei den meisten Mittelmeer-Kräutern sollte die Gießkanne eher sparsam zum Einsatz kommen, denn diese Pflanzen sind bestens an Standorte mit Trockenperioden angepasst. Ein Zuviel an Feuchtigkeit würde hier also mehr schaden als nützen. Zu den häufig in der Küche verwendeten Kräutern, die etwas mehr Wasser benötigen, zählen unter anderem Petersilie (Petroselinum crispum), Schnittlauch (Allium schoenoprasum) und Liebstöckel (Levisticum officinale). Diese bevorzugen auch nährstoffreichere Böden. Schädlinge und Krankheiten treten verstärkt auf, wenn die Kräuter am falschen Standort wachsen. Kulturanleitungen zum Kräuteranbau sind zahlreich vorhanden und sollten im Großen und Ganzen beherzigt werden. Ein überaus pflegeleichtes Küchenkraut, das sich sogar im Zimmer auf der Fensterbank ziehen lässt, ist die Gartenkresse (Lepidium sativum). Sie eignet sich durch ihre Anspruchslosigkeit auch gut für erste gärtnerische Experimente von Kindern. Werden Kräuter in Töpfen kultiviert, ist es wichtig, auf eine ausreichende Drainage zu achten, damit sich keine schädliche Staunässe bildet. Bei der Ernte einzelner Pflanzenteile sollten diese sauber abgeschnitten und beim Abtrennen nicht gequetscht oder zerfasert werden. So können die am Standort verbleibenden Pflanzen gesund weiter wachsen.

Mehr zum Thema: „Iss richtig“ – Spiegel TV zum Thema Kräuter in der Küche

Permalink

0

Dill im eigenen Garten anbauen

Dill zählt nicht nur zu den gesündesten Kräutern überhaupt. Er zählt auch zu den leckersten seiner Art. Daher kommt Dill in der eigenen Küche oft zur Anwendung. Er stellt zum Beispiel eine Bereicherung für köstliche Suppen dar. Aber auch in Salaten kann er für den besonders exquisiten Geschmack stehen. Dill kann sowohl fertig gekauft als auch eigenständig im Garten angebaut werden.

Auch in einem kleinen Garten kann man Dill anbauen

Wer Dill im eigenen Garten anpflanzen möchte, der braucht dabei nicht vieles zu beachten. Denn es ist ein sehr pflegeleichtes Kraut. So benötigt der Dill im Garten nur wenig Platz. Damit er jedoch prächtig wachsen und gedeihen kann, muss er regelmäßig gegossen werden. Um den Kraut ein gutes Wachstum zu bereiten, sollten Gartenfreunde als Standort einen nährstoffreichen, lockeren Boden wählen. Besonders wohl fühlt sich Dill, wenn er zwischen anderen Gemüsen wachsen kann. Dieser Standort wirkt sich auch positiv auf die umliegenden Pflanzen aus. So kann Dill mit seinen besonderen Eigenschaften dafür sorgen, dass andere Pflanzen nicht von Blattläusen befallen werden. In der Anfangszeit muss der Gärtner besonders gut auf seinen Dill aufpassen. Die Wurzeln dürfen zu keiner Zeit austrocknen, um das gesunde Wachstum nicht unnötig zu gefährden. Dill kann in jedem Jahr wieder neu gesät werden. Sobald die Samen braun werden, können diese gesammelt und im März des nächsten Jahres wieder in die Erde gebracht werden. Nach einer Zeit von zwei Jahren wird empfohlen, dem Kraut einen neuen Standort zuzuweisen.

Dill aus dem Garten

Passt perfekt zu Fisch – Foto: Eran Finkle flickr.com

Dill ist auch für den Balkon geeignet

Wer keinen eigenen Garten hat, aber trotzdem Dill anbauen möchte, der kann dies auch auf seinem Balkon tun. Hier empfiehlt es sich einen entsprechenden Topf in halbschattiger Lage zu platzieren. Besonders gut kann sich das Kraut auf dem Balkon übrigens entfalten, wenn es in einem großen Topf heranwächst. In Kräutererde wächst er zudem gesund und kann schon bald dazu verwendet werden, Speisen und Salaten das gewisse Etwas zu verleihen. Eine weitere Verwendungsmöglichkeit für frischen Dill, der im eigenen Garten oder auf dem Balkon angepflanzt wird ist ihn in einem Tee zu verarbeiten. Er kann dabei nicht nur Mundgeruch vorbeugen, er ist auch das richtige Rezept, wenn es darum geht, einer Verstimmung des Darms den Kampf anzusagen. Auch optisch kann sich Dill im Garten sehen lassen. Die schönen Blüten fallen sofort auf und stellen eine Bereicherung für jeden Garten dar. Egal, ob in einer Sauce oder in einem Dipp zu köstlichen Fleischspezialitäten oder Fisch, Dill schmeckt immer und auf die gesundheitsfördernde Wirkung kann sich der Genießer auch zu jeder Zeit verlassen.

Permalink

0

Vorteile einer Kräuterschnecke

Eine Kräuterschnecke oder auch Kräuterspirale genannt, besitzt das Aussehen eines aufgeschnittenen Schneckenhauses. Diese wird mehrheitlich aus Steinen gebaut, um stabil zu wirken und dem inneren Druck nach außen hin stand zu halten. Im äußeren Bereich beginnt die Kräuterschnecke am tiefsten Punkt. Je weiter sich diese in das Zentrum bewegt, desto höher wird die Kräuterschnecke.

kraeuterschnecke bepflanzen

So könnten Sie Ihre Kräuterschnecke bepflanzen – Foto: weisserstier flickr.com

Aber nicht alleine der Baustil macht eine Kräuterschnecke aus, sondern auch die unterschiedliche Mischung der Erde. Während am unteren Ende ein kleines Wasserbecken entstehen sollte, damit überschüssiges Wasser abfließen kann, sollte auch die Erde aus reichlich Humus bestehen. Je höher die Erde eingefüllt wird, desto mehr Sand sollte zum Humus beigemischt werden. Dies hat zur Folge, dass sich unterschiedliche Kräuter in den verschiedenen Abschnitten sehr wohl fühlen und gut gedeihen können.

Natürlich können Sie auch im Hochbeet oder im Steingarten Kräuter anbauen, wir finden aber die Kräuterschnecke ideal, da Sie verschiedenste Zonen anlegen können, in denen die verscheidenen Arten von Kräutern gut gedeihen.

Vorteile einer Kräuterschnecke

  • Unterschiedliche Feuchtzonen für verschiedene Kräuter
  • Schädlinge werden durch die unterschiedlichen Kräuter abgehalten
  • Die Steine speichern die Wärme und den Wasservorrat
  • Die Freiräume der Steine werden von verschiedenen Insekten und Fröschen als Unterschlupf genutzt
  • Durch die abgeschrägte Bauweise kann überschüssiges Wasser besonders gut ablaufen

Unterer Teil

Der untere Teil der Kräuterschnecke ist mit Humus ausgefüllt. Das abfließende Wasser, das von oben nach unten fließt, staut sich im flachen Bereich und wird von der Erde aufgenommen. Daher ist der untere Abschnitt besonders gut für Kräuter geeignet, die

minze

Minze – Foto: Roberto Verzo flickr.com

besonders viel Wasser benötigen, um gut gedeihen zu können. In diesem Teilstück sollten daher Kräuter gepflanzt werden, die relativ viel Wasser aufnehmen können. Zu diesen gehören unter anderem die Brunnenkresse sowie die Wasserminze. Aber auch Zitronenmelisse, Dill, Schnittlauch, Petersilie oder Minze fühlen sich hier sehr wohl. Darüber hinaus reflektiert das kleine Wasserbecken die Sonnenstrahlen, so dass die Kräuter mit mehr Sonnenlicht geflutet werden.

Mittlerer Teil

Der mittlere Teil der Kräuterschnecke ist ein idealer Pflanzbereich für verschiedene Kräuter, welche weniger Wasser zum Gedeihen benötigen, als die im unteren Bereich. Dies ist ein Bereich, bei dem etwas Sand zum Humus beigemengt wird. Dadurch kann das Wasser dementsprechend leichter auf den Boden der Kräuterschnecke absickern. Halbschattige Kräuter fühlen sich in diesem Bereich besonders wohl. Salbei, verschiedene Thymianarten und natürlich auch Schnittlauch sowie Oregano, Melisse und Estragon wachsen hier sehr gut.

Oberer Teil

Der obere Teil der Kräuterschnecke ist mit einer Mischung aus Humus und Sand gefüllt. Dadurch können hier Kräuter wachsen, welche nur sehr wenig Wasser benötigen. Zu denen gehören Rosmarin, Salbei, bestimmte Thymianarten und Lavendel. Damit die Kräuter auch den Winter überstehen können, sollten diese nicht sofort nach dem Einpflanzen bewässert werden. Somit erhalten die Kräuter lange Wurzeln und werden auch winterhart.

Permalink

0

Kräuteranbau im Steingarten

Neben seiner reizvollen Erscheinung ist der Steingarten auch ein wichtiges Biotop, in dem einige seltene Tierarten, wie zum Beispiel Eidechsen, geeignete Lebensbedingungen vorfinden. Er ist der richtige Standort für kompakt wachsende, lichthungrige und Wärme liebende Pflanzen, die auch zeitweilige Trockenheit gut vertragen. Besonders unter den Heil- und Gewürzkräutern gibt es viele, für die ein solcher Platz ideal ist.

Steingarten – Lage und Material

Ist ein Steingarten erst einmal angelegt, hält sich der Pflegeaufwand in Grenzen. Zunächst muss aber der passende Platz gefunden werden. Am günstigsten erweist sich hierbei die Süd- oder Südwestlage. Der Steingarten sollte zur sonnigsten Seite hin leicht geneigt sein.

steingarten

Ein Steingarten eignet sich ideal für den Anbau von Kräutern

So sind optimale Licht-Ausbeute und zügiger Abfluss des Oberflächenwassers gewährleistet. Die Steine dienen als Wärmespeicher. Es eignen sich beispielsweise Kalkstein, Granit, Schiefer, Sandstein oder Basalt. Die Gesamterscheinung ist harmonischer, wenn nur eine Gesteinsart verwendet wird. Prinzipiell sind helle Steine auffälliger als dunkel gefärbte. Die besten Zeitpunkte für die Anlage eines Steingartens sind das Frühjahr nach Abtauen des Bodens oder der Herbst bis Anfang Oktober, damit die Pflanzen noch vor dem ersten Frost gut angewachsen sind.

Abmessungen und Bodenbeschaffenheit

Der Steingarten kann ruhig etwas unregelmäßig gestaltet werden. Das verleiht ihm seinen natürlichen Charme. Jedoch müssen die Proportionen unbedingt eingehalten werden. Das bedeutet, dass auf kleine Flächen auch kleinere Steine gehören, während größere Anlagen auch einige Findlinge „verkraften“ können. Der Boden sollte nährstoffreich und durchlässig sein. Das heißt, normaler Gartenboden reicht für viele Kräuter völlig aus.
Ist der Untergrund so beschaffen, dass das Wasser schlecht abfließen kann, sollte eine Dränage-Schicht als untere Begrenzung eingebaut werden.

Bepflanzung des Steingartens mit Kräutern

Im Steingarten wird oft ein Stück Natur nachempfunden. Viele Steingartengewächse haben sich ihren Wildpflanzen-Charakter bewahrt, obwohl sie längst zu Kulturpflanzen geworden sind. Sie stammen meist aus kargen Regionen und sind deshalb schon von Natur aus sehr genügsam. Ideal ist es, wenn sich zunächst große Teile des neu angelegten Steingartens zügig begrünen. So bleibt weniger Platz für Unkräuter.

thymian

Thymian - Foto: Nuuuuuuuuuuul flickr.com

Dichte Teppiche bildet in relativ kurzer Zeit beispielsweise der Thymian (Thymus). Es gibt ihn in vielen Arten und Sorten. Darunter befinden sich neben den einfarbigen auch solche, die weiß oder gelb gemustertes Laub besitzen oder einen angenehmen Zitronenduft verströmen. Andere mediterrane Pflanzen wie Lavendel (Lavandula angustifolia), Oregano (Origanum vulgare), Ysop (Hyssopus officinalis) und Salbei (Salvia officinalis) passen ebenfalls sehr gut in den Kräuter-Steingarten. Sie locken durch ihre aromatischen Düfte den ganzen Sommer über unzählige nützliche Insekten an. Bergbohnenkraut (Satureja montana) und Currykraut (Helichrysum italicum) sind weitere geeignete Steingarten-Kräuter.

Viele dieser guten Tipps habe ich aus dem Artikel Kräuter im Steingarten anbauen (gefunden bei Gartendialog.de)

Permalink

0

Naturkosmetik aus Kräutern

Kräuter – sie dienen nicht nur zum Verfeinern eines leckeren Gerichtes, sondern sie tun auch der Haut besonders gut. Wer kennt nicht die Bezeichnung „Kräuterhexe“? Viele verbinden damit eine alte schrullige Frau, mit einer Warze auf der Nase, auf dem Besen reitend und ihr „Kräutersüppchen“ in einem großen Kessel brauend. Doch das ist nicht so, denn in der heutigen modernen Zeit gibt es die modernen Kräuterhexen, die als Erstes die Chemiekeulen der industriell hergestellten Kosmetika aus ihrem Leben verbannen und Kräuterkosmetik benutzen. Die Naturkosmetik ist durch die enthaltenen ätherischen Öle sowie den pflanzlichen Heilkräften der Kräuter eine bessere Wahl, da die Blüten und Blätter wohltuend sind, und man damit der Haut etwas Gutes gut.

Die heilende Wirkung der Kräuter

Düfte berühren die Sinne und sie lassen uns auf eine ganz besondere Art und Weise entspannen. Kräuter enthalten ätherische Öle! Wer erinnert sich nicht nur allzu gern daran, wenn die Mama oder die Oma einen in ein heißes Kamillenbad gesteckt oder auch einen Kamillentee zubereitet hat und wie herrlich wohltuend das war. Damit wurde uns und unserer Haut nicht nur etwas Gutes getan, sondern in den Blumen und Kräutern stecken viele wertvolle Heilkräfte, die helfen, die Gesundheit auf Vordermann zu bringen.

Natur für Seele und Körper

schoene ringelblume

Foto: Ringelblume von blumenbiene, flickr.com

Die Naturkosmetik aus Kräutern basiert in der Regel auf einer öl- oder fetthaltigen Basis, die angereichert wird, mit den heilenden oder pflegenden Substanzen, die aus Kräutern, Blüten oder bestimmten Pflanzen bestehen. Es sind beispielsweise Salben erhältlich, die Ringelblumenextrakt enthalten. Diese Salben werden angewendet gegen trockene Haut, Verletzungen oder Entzündungen. Die Kamille wirkt im Gegensatz dazu, sehr beruhigend auf die Haut und wird daher für Schaumbäder, Feuchttücher oder Öle genutzt. Es sind auch Schönheitskosmetika erhältlich, wie Mascara, Nagellack oder Lippenstifte zum Beispiel, die aus den natürlichen Kräuterzusatzstoffen hergestellt werden.

Wer auf Naturkosmetik setzt oder setzen möchte, der kann diese entweder selbst herstellen oder aber Naturkosmetik aus der Apotheke kaufen. Selbst im Internet gibt es Online-Aphtheken, die sich auf Naturkosmetik spezialisiert haben. Es ist bei dem Kauf von Naturkosmetik unbedingt darauf zu achten, dass die Kräuter aus einem streng kontrollierten ökologischen Anbau stammen und man nicht durch fadenscheinige Zusatzstoffe getäuscht wird. Denn die großen Kosmetik-Hersteller sind längst auf den Zug der Naturkosmetik aufgesprungen und bieten sehr gute Qualität. Darum immer auf ein Qualitätssiegel beim Kauf achten. Denn nur dann ist man sicher, dass der Haut mit diesem Produkt etwas Gutes getan wird.

Permalink

0

Kräuter in einem Hochbeet anbauen

Hochbeete sind ideal, um den Raum in kleinen Gärten optimal zu nutzen oder eher ungeeignete Standorte zu bepflanzen. Ihre höhere Bodenwärme ermöglicht eine frühere und reichhaltigere Ernte, bei Kräutern im Hochbeet werden Aroma und Geschmack intensiviert. Die beste Zeit für die Neuanlage eines Hochbeetes ist der Herbst, weil in dieser Zeit reichlich Gartenabfälle zur Verfügung stehen und der Boden sich setzen kann.

Ein Kräuterhochbeet benötigt eine warme, vollsonnige Lage, damit auch empfindliche, mediterrane Kräuter und Gewürzpflanzen gedeihen und bei Regen schnell abtrocknen.

Das Hochbeet aufbauen

Aufgebaut wird es wie andere Hochbeete auch:
Der Boden wird gelockert und mindestens 30 cm tief ausgehoben.
Ein in der Grube ausgelegter Maschendraht schützt vor Wühlmäusen, eine Folienauskleidung dient als Verrottungsschutz, wenn die Umrandung aus Holz ist.
Schichtweise wird die Pflanzgrube mit groben Pflanzenteilen (Gehölzschnitt), Grassoden und weichem, feuchten Gartenabfall (Laub, Pflanzenschnitt, Häckselgut von Sträuchern) gefüllt.
Abschließend wird eine Mischung aus reifem Kompost, schwach gedüngter Blumenerde und Bodenaushub aufgebracht.
Zwischen die Schichten gestreuter Algenkalk und Tonmineralen liefern wertvolle Nährstoffe, beschleunigen den Verrottungsprozess und erhöhen die Bodenwärme.

Kräuter im Hochbeet

Die meisten Kräuter benötigen einen durchlässigen Boden und haben einen unterschiedlichen Wasserbedarf, dass sollte man bei der Pflanzung berücksichtigen. Der Nährstoffbedarf ist vergleichsweise gering, viele Kräuter sind aromatischer, wenn auf zusätzlichen Dünger verzichtet wird.

Bei der Bepflanzung des Hochbeetes sollten wüchsige Kräuter, die hoch und breit werden, in den Hintergrund gesetzt werden. Dazu zählen Liebstöckel, Beifuss, Estragon, Pfefferminze, Rosmarin, Salbei, Dill und Borretsch. Mittig platziert man halbhohe Kräuter wie Kerbel, Kapuzinerkresse und Anis und im Vordergrund kleinwüchsige Pflanzen wie Petersilie, Schnittlauch, Majoran und Kresse.

Wer sein Kräuterhochbeet nur für Küchenzwecke nutzen möchte, sollte überlegen, welche Kräuter er wirklich braucht, kennt und mag, denn manche Pflanzen sind sehr wuchsfreudig und verbreiten sich schnell – ärgerlich, wenn man eigentlich keine Verwendung dafür hat.

Soll neben der Würz- auch die Heilkraft von Kräutern genutzt werden, ist die Auswahl entsprechender Pflanzen groß, verlangt allerdings etwas Sachkenntnis über richtige Anwendung, Ernte und Lagerung. Dafür haben Heilpflanzen aus dem Hochbeet einige Vorteile: Man kann sie biologisch anbauen und genau zur richtigen Zeit ernten.

Eine weitere Möglichkeit zur Gestaltung eines Kräuterhochbeetes ist die gemischte Bepflanzung.
Hierbei werden traditionelle Küchenkräuter wie z.B. Petersilie und Schnittlauch, bekannte Heilkräuter wie Pfefferminze und Kamille und dekorative Bienenweidekräuter wie Königskerze und Ananassalbei miteinander kombiniert.

Ein solches Kräuterhochbeet vereint nicht nur unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten:
Es bietet mit seiner Farbenpracht und den intensiven Düften eine Nahrungsquelle für Schmetterlinge, Bienen und andere Insekten und ist eine Bereicherung für jeden Garten.

Permalink

0

Heilkräuter selbst anbauen

Natürlich kann man Heilkräuter getrocknet oder im Topf kaufen, viel mehr Spaß macht es aber, sie selbst im Garten, auf dem Balkon oder einfach nur auf dem Fensterbrett anzubauen. Da die Pflanzenheilkunde mittlerweile immer beliebter wird, ist dies eine kostengünstige Methode, sich selber mit Heilkräutern zu versorgen. Die Heilpflanzen beinhalten Wirkstoffe, die hemmend oder aber heilend bei Krankheiten wirken können, daher stammt der Name Heilkräuter. Die Kräuter können aber nicht nur medizinisch angewendet werden, sondern auch als Tees, in der Kosmetik oder als Badezusatz zum Einsatz kommen. So besteht beispielsweise Blasen- oder Nierentee auch aus ganz bestimmten Heilkräutern.

Anlegen eines Heilkräuter-Gartens

Am schönsten ist es natürlich, wenn man sich die Heilpflanzen selbst im Garten anbauen kann. Da die Kräuter bestimmte Bedürfnisse haben, darf man sie nur auf den für sie geeigneten Boden anbauen. Die entsprechenden Bedürfnisse der Heilkräuter lassen sich im Internet herausfinden oder man schaut in der freien Natur, wo die jeweilige Pflanze wächst.

Anhaltspunkte sind die Beschaffenheit des Bodens (Walderde, Wegrand, sandig, etc.), die Lichtverhältnisse (sonnig oder schattig) und wie trocken oder feucht der Boden ist. Hat man dies herausgefunden, gilt es im Garten einen möglichst ähnlichen Standpunkt für die Pflanzen zu finden. So hat man gute Chancen, dass der Kräutergarten ein voller Erfolg wird. Bevor man sich an die Arbeit macht, sollte man sich gut überlegen, wie das Ergebnis aussehen soll. Man könnte den Garten in Form mehrerer Kräuterbeete anlegen oder als besonders naturnahe Variante gestalten.

Bevor man sich an die Arbeit macht, muss man sich überlegen, wie der Kräutergarten aussehen soll. Die Gestaltung mit kastenförmigen Beeten geht auf die alten Klöstergärten zurück, denn so haben die Mönche schon seit jeher ihren Kräutergarten angelegt. Der Vorteil ist, dass man das Beet dann leichter pflegen kann und man sich schneller einen Überblick verschaffen kann. Mit Buchsbaum, Holzbrettern oder kleinen Mauern lässt sich das Beet dann leicht abtrennen.

In der naturnahen Variante sät man die Heilpflanzen einfach aus und lässt sie wachsen, wie es ihnen beliebt. Das Beet wird hier nicht begrenzt und die Wege bleiben krumm. Trotzdem empfiehlt es sich vorher zu überlegen, welche Pflanzen besonders groß werden, diese sollte man eher am Rand des Gartens aussäen oder an besonderen Einzelstellen. Nützlich ist es immer, sich Inspiration in der Natur oder bei anderen Gärtnern zu holen, so kommt die eigene Fantasie bei der Planung des Kräutergartens in Schwung.

Ausrichten nach dem Bedarf

Bevor man die Heilpflanzen anbaut, sollte man sich auch gut überlegen, für welchen Bedarf man den Garten anlegt. Soll er für die Hausapotheke sein, Kräutertees, exotische Kräuter oder Küchenkräuter? Leider sind der Fantasie hier Grenzen gesetzt, exotischePflanzen werden in unseren Breitengraden beispielsweise nicht gedeihen.

RIngelblumen sind Heilkräuter

Ringelblume - Foto: blumenbiene (flickr.com)

Besonders leicht anbauen lässt sich die Ringelblume. Sie wird einfach zwischen März und April ausgesät und bald kann man die ersten Pflanzen pflücken. Sie eignet sich für die Zubereitung von Salben, Tees und sieht zudem auch hübsch auf dem Tisch aus. Ein besonderes dankbares Kraut ist auch der Lavendel, denn er braucht nicht sehr viel Pflege. Mit ihm kann man unter anderem Fleischgerichten einen ganz besonderen Geschmack verleihen. Bei der Anpflanzung von Minze sollte man etwas vorsichtig sein, sie sollte nur abseits von anderen Pflanzen angebaut werden, da sie nicht mit allen Kräutern harmoniert und sie zudem schnell ausbreitet. Ein kalter Pfefferminz-Tee kühlt den Körper vor allem im Sommer besonders angenehm.

Welche Heilkräuter besonders für Babys geeignet sind,wird auf baby.at gezeigt.

Mehr über die Ringelblume könnt Ihr bei Garten2Null nachlesen.

Permalink

0

Kräuter für Garten und Terrasse

Kräuter werden oft übersehen, wenn es darum geht, der Garten mit Pflanzen zu schmücken. Dabei bringen diese nicht nur viel Freude, sondern auch gute Düfte rund ums Haus.

Wenn wir Pflanzen für unseren Garten auswählen, um einen attraktiven Blickfang zu setzten, dann wählen wir diese in der Regel aus, weil uns ihr auffälliges Laub oder die mutige Farbenpracht der Blüten anzieht. Jedoch sind die auffälligsten Pflanzen oft enttäuschend zurückhaltend was deren Duft angeht, das bedeutet, dass Sie am Ende in einem Garten sitzen, der in allen Farben erstrahlt und wunderschön aussieht, aber nicht all Ihre Sinne betören kann, denn würzige Aromen und herrliche Düfte bleiben auf der Strecke.

Kräuter wachsen auch in Blumenkübeln

Sie können aber schnell Abhilfe schaffen, wenn Sie duftende Pflanzen für grüne Begrenzungen und Blumenkübel kaufen, mit wenigen Handgriffen bekommen Sie so einem herrlich sinnlichen Garten. Und nicht nur Ihnen werden diese duftenden Inseln Freude machen, auch Bienen und Schmetterlinge werden die duftenden Pflanzen lieben.
Wenn der Platz in Ihrem Garten begrenzt ist, oder wenn Sie einfach einen duftenden Blumentrog für Ihren Balkon gestalten möchten, eignen sich hierfür besonders Kräuter, wie zum Beispiel Zitronenmelisse, goldener Oregano oder dreifärbiger Salbei. Diese Kräuter sind kleinwüchsig und passen somit fast in jeden Garten oder auf jede Terrasse, doch in aromatischen Salaten kommen Sie ganz groß raus und entfalten ihre herrlichen Aromen.

Schützen Sie Ihren Kräutergarten vor dem Wind

Alle duftenden Pflanzen brauchen Schutz vor dem Wind, nur so können Sie den Duft Ihrer Kräuterecke voll genießen. Also wählen Sie lieber ein geschütztes Plätzchen in Ihrem Garten aus, um das duftende Beet anzulegen. Vergessen Sie auch nicht auf, Korridore und Sitzgelegenheiten nahe der duftenden Oase. Ideale Standorte finden sich oft neben Hauswänden, geschlossenen Zäunen oder in Mauernischen auf der Terrasse. Alternativ könnten Sie auch natürliche Wände pflanzen in deren Schutz Ihre Kräuter ihr volles Aroma entfalten können. Für solch natürliche Wände können Sie Bäume, Hecken und immergrüne Sträucher nützen.

Es gibt auch pflegeleichte Kräuter

Pflegeleichte Pflanzen, die nicht viel Ihrer Zeit in Anspruch nehmen werden, aber dennoch herrlich duften und im Sommer mit ihrer Farbenpracht bestechen sind zum Beispiel duftende Nelken, pfeffrige Lupinien (Foto) und Zitrone-Verbenen. Pflanzen wie das Mauerblümchen oder die nach Kirschkuchen duftende Helitrope sind die ideale Wahl für Ihre Gartenbegrenzungen. Wenn Sie es aber lieber auffällig mögen, sollten Sie auf die weiße Lilie zurückgreifen, denn sie verbreitet wahrlich einen betörenden Duft. Die Madonna Lily (Lilia Candidum) zeichnet sich vor allem durch ihre atemberaubenden weißen Trompetenblüten an hohen Stängeln aus, während die Lilie Lilum Longiflorum mit ihrem unwiderstehlichen Jasmine Duft besticht.

Das Kräuterbeet entlang des Gartenweges

Entlang kleiner Gartenwege oder schmaler Pfade sollten Sie aromatische Kräuter wie Lavendel, Katzenminze, Salbei und Zitronenbalsam pflanzen, denn sie alle verbreiten ihren Duft wenn man an ihnen vorbeistreicht. So auch Rosmarin, er ist übrigens eine Pflanze, die niedrig wächst und sich in Form gestutzt hervorragend als Umrandung des Garteneingangs eignet. Ähnlich verhält sich die grau-grüne Eberraute (Artemesia Arbrotanum) die ihr herrliches, fein süßes Aroma bei der geringsten Berührung verströmt. Duftende Teppiche aus Thymian und Kamille sind unwiderstehlich Orte an denen Sie eine Sitzgruppe aufstellen könnten, um sich auszuruhen und die Seele baumeln zu lassen.

Lavendel Kräutergarten

Lavendel im Kräutergarten - Foto: blumenbiene (flickr.com)

Kräuter auf der Terrasse

Hüllen Sie auch Ihre Terrasse in einen berauschenden Duft indem Sie Rankgitter rund um Ihre Terrasse oder den Balkon befestigen und mit einer Mischung aus duftenden Kletterpflanzen begrünen, die ihren Duft nicht nur tagsüber sondern auch nachts verbreiten. So werden all Ihre Sinne sowohl beim Frühstück als auch beim romantischen Candlelight Dinner auf Ihrer Terrasse verwöhnt. Gut geeignet wären zum Beispiel die Mond Blume (Ipomoea Alba): Ihre zu Trompeten geformten Blüten öffnen sich in der Nacht und erfüllen die kühle Luft mit ihrem Duft. Klassiker für Rankgitter sind zum Beispiel die süßlich riechenden Glyzienien und Jasmin. Besonders berauschend an lauen Sommernächten ist das Aroma des Stern Jasmin (Trachelopsermum Pandorea). In diesem Sinne atmen Sie tief durch und genießen Sie die vielen einzigartigen Gerüche in Ihrem duftenden Kräutergarten.

Permalink

0

Ein Kräuterbeet anlegen

Viel früher, als es noch keine scharfen Gewürze wie Pfeffer und Piment oder Nelkenknospen und Curry in unseren Breiten gab, waren Kräuter neben Salz die einzige Möglichkeit, Speisen einen pikanten Geschmack zu geben. Eine Zeit lang waren sie dann in die Klostergärten und adeligen Gärten als Heil- und Würzpflanzen verschwunden und nur manche Köche erinnerten sich noch an Pflanzen wie Estragon, Thymian und Rosmarin, um nur einige zu nennen

Kochen mit Kräutern

Heute ist das Kochen mit Kräutern wieder sehr beliebt und das tut sowohl der Gesundheit als auch den Speisen gut. Wer einen Garten hat, möchte diese Aroma- und Heilstoffe natürlich möglilchst frisch aus dem Kräuterbeet ernten.

Kraeuterbeet

Kräuterbeet - Foto: blumenbiene (flickr.com)

Die meisten Kräuter kommen aus den Mittelmeerländern zu uns und sind wärmeverwöhnt und sonnenhungrig. Der Platz im Garten muss also vollsonnig sein, dazu sollte er aus praktischen Erwägungen schnell von der Küche aus erreicht werden können.

Die Kräuterspirale

Ist also der Platz im Garten gefunden, so spielt auch die Bodenbeschaffenheit eine nicht zu vernachlässigende Rolle. Die meisten Kräuter brauchen Kalkböden und wollen eher trocken stehen.Einige wachsen auch gut auf Trockenmauern aus Natursteinen.
Diese Idee lässt sich in einer „Kräuterspirale“ verwirklichen.

Dazu schichtet man schneckenförmig eine Steinspirale auf, die vom Boden bis zur Mitte ansteigt. Der höchste Punkt der Steinmauer sollte nicht höher als cirka 80cm sein und die Spirale sollte einen Durchmesser von etwa zwei Metern haben. Die Zwischenräume werden mit Schutt, Kalkbruch und einem Gemisch aus Sand, Kompost und gebräuchlicher Gartenerde aufgefüllt. Hier finden dann viele Kräuter Platz und sind von der Küche aus leicht erreichbar. Sie sollten so gepflanzt werden, dass Trockenheit liebende oben und Pflanzen, je feuchter sie es mögen und vertragen, weiter unten gesetzt werden. Durch den steinigen Aufbau der Spirale wird das Wasser von oben schnell abgeleitet und „wässert“ weiter unten die durstigeren Kräuter. Das ist besonders in regenreicheren Sommern von Vorteil, in denen es im normalen Gartenbeet vielen Pflanzen schon zu nass ist. Ein weiteres Plus ist die Steinmauer, die Wärme speichert und in kühleren Nächten diese Wärme an die Pflanzen wieder abgibt.

Das Kräuterbeet

Hat man allerdings keine Möglichkeit, eine solche Kräuterspirale zu errichten, so lassen sich die verschiedensten Kräuter auch ebenerdig auf einem Kräuterbeet aus Kalk-,Sand- und Humusgemisch erfolgreich pflanzen.
Die Breite eines solchen Beetes sollte 1,20m nicht überschreiten und es sollte möglichst von beiden Seiten zugänglich sein. Ein Ersatz für die steinerne Spirale könnten auch einzelne, vielleicht poröse Steine sein, die man im Kräuterbeet verteilt, sie können zwischen den Kräutern ein bisschen Wärme speichern. Jedes Kraut sollte dann in einer Gruppe stehen und die Bodenansprüche könnten sich wiederum individuell nach den Pflanzen richten.
Die Anordnung wird auch hier so sein, dass oft benutzte Kräuter im Vordergrund und hoch wachsende, seltener verwendete, im Hintergrund gepflanzt werden. So nehmen sie den Kleineren nicht das Licht weg. Wärmeliebende Kräuter wie z.B. Rosmarin, können auch im Kübel gut gedeihen und sehr dekorativ sein.
Sehr gute Infos zur idealen Bodenbeschaffenheit für ein Kräuterbeet findet Ihr auf http://www.kraeuterallerlei.de/die-vorbereitung-des-kraeuterbeets-so-wird-der-boden-fruchtbar/

Tipps für das Bauen einer Kräuterspirale gibt es bei reisen-leben.de