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Ein Kräuterbeet anlegen

Viel früher, als es noch keine scharfen Gewürze wie Pfeffer und Piment oder Nelkenknospen und Curry in unseren Breiten gab, waren Kräuter neben Salz die einzige Möglichkeit, Speisen einen pikanten Geschmack zu geben. Eine Zeit lang waren sie dann in die Klostergärten und adeligen Gärten als Heil- und Würzpflanzen verschwunden und nur manche Köche erinnerten sich noch an Pflanzen wie Estragon, Thymian und Rosmarin, um nur einige zu nennen

Kochen mit Kräutern

Heute ist das Kochen mit Kräutern wieder sehr beliebt und das tut sowohl der Gesundheit als auch den Speisen gut. Wer einen Garten hat, möchte diese Aroma- und Heilstoffe natürlich möglilchst frisch aus dem Kräuterbeet ernten.

Kraeuterbeet

Kräuterbeet - Foto: blumenbiene (flickr.com)

Die meisten Kräuter kommen aus den Mittelmeerländern zu uns und sind wärmeverwöhnt und sonnenhungrig. Der Platz im Garten muss also vollsonnig sein, dazu sollte er aus praktischen Erwägungen schnell von der Küche aus erreicht werden können.

Die Kräuterspirale

Ist also der Platz im Garten gefunden, so spielt auch die Bodenbeschaffenheit eine nicht zu vernachlässigende Rolle. Die meisten Kräuter brauchen Kalkböden und wollen eher trocken stehen.Einige wachsen auch gut auf Trockenmauern aus Natursteinen.
Diese Idee lässt sich in einer „Kräuterspirale“ verwirklichen.

Dazu schichtet man schneckenförmig eine Steinspirale auf, die vom Boden bis zur Mitte ansteigt. Der höchste Punkt der Steinmauer sollte nicht höher als cirka 80cm sein und die Spirale sollte einen Durchmesser von etwa zwei Metern haben. Die Zwischenräume werden mit Schutt, Kalkbruch und einem Gemisch aus Sand, Kompost und gebräuchlicher Gartenerde aufgefüllt. Hier finden dann viele Kräuter Platz und sind von der Küche aus leicht erreichbar. Sie sollten so gepflanzt werden, dass Trockenheit liebende oben und Pflanzen, je feuchter sie es mögen und vertragen, weiter unten gesetzt werden. Durch den steinigen Aufbau der Spirale wird das Wasser von oben schnell abgeleitet und „wässert“ weiter unten die durstigeren Kräuter. Das ist besonders in regenreicheren Sommern von Vorteil, in denen es im normalen Gartenbeet vielen Pflanzen schon zu nass ist. Ein weiteres Plus ist die Steinmauer, die Wärme speichert und in kühleren Nächten diese Wärme an die Pflanzen wieder abgibt.

Das Kräuterbeet

Hat man allerdings keine Möglichkeit, eine solche Kräuterspirale zu errichten, so lassen sich die verschiedensten Kräuter auch ebenerdig auf einem Kräuterbeet aus Kalk-,Sand- und Humusgemisch erfolgreich pflanzen.
Die Breite eines solchen Beetes sollte 1,20m nicht überschreiten und es sollte möglichst von beiden Seiten zugänglich sein. Ein Ersatz für die steinerne Spirale könnten auch einzelne, vielleicht poröse Steine sein, die man im Kräuterbeet verteilt, sie können zwischen den Kräutern ein bisschen Wärme speichern. Jedes Kraut sollte dann in einer Gruppe stehen und die Bodenansprüche könnten sich wiederum individuell nach den Pflanzen richten.
Die Anordnung wird auch hier so sein, dass oft benutzte Kräuter im Vordergrund und hoch wachsende, seltener verwendete, im Hintergrund gepflanzt werden. So nehmen sie den Kleineren nicht das Licht weg. Wärmeliebende Kräuter wie z.B. Rosmarin, können auch im Kübel gut gedeihen und sehr dekorativ sein.
Sehr gute Infos zur idealen Bodenbeschaffenheit für ein Kräuterbeet findet Ihr auf http://www.kraeuterallerlei.de/die-vorbereitung-des-kraeuterbeets-so-wird-der-boden-fruchtbar/

Tipps für das Bauen einer Kräuterspirale gibt es bei reisen-leben.de

 

 

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