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Kräuteranbau im Steingarten

Neben seiner reizvollen Erscheinung ist der Steingarten auch ein wichtiges Biotop, in dem einige seltene Tierarten, wie zum Beispiel Eidechsen, geeignete Lebensbedingungen vorfinden. Er ist der richtige Standort für kompakt wachsende, lichthungrige und Wärme liebende Pflanzen, die auch zeitweilige Trockenheit gut vertragen. Besonders unter den Heil- und Gewürzkräutern gibt es viele, für die ein solcher Platz ideal ist.

Steingarten – Lage und Material

Ist ein Steingarten erst einmal angelegt, hält sich der Pflegeaufwand in Grenzen. Zunächst muss aber der passende Platz gefunden werden. Am günstigsten erweist sich hierbei die Süd- oder Südwestlage. Der Steingarten sollte zur sonnigsten Seite hin leicht geneigt sein.

steingarten

Ein Steingarten eignet sich ideal für den Anbau von Kräutern

So sind optimale Licht-Ausbeute und zügiger Abfluss des Oberflächenwassers gewährleistet. Die Steine dienen als Wärmespeicher. Es eignen sich beispielsweise Kalkstein, Granit, Schiefer, Sandstein oder Basalt. Die Gesamterscheinung ist harmonischer, wenn nur eine Gesteinsart verwendet wird. Prinzipiell sind helle Steine auffälliger als dunkel gefärbte. Die besten Zeitpunkte für die Anlage eines Steingartens sind das Frühjahr nach Abtauen des Bodens oder der Herbst bis Anfang Oktober, damit die Pflanzen noch vor dem ersten Frost gut angewachsen sind.

Abmessungen und Bodenbeschaffenheit

Der Steingarten kann ruhig etwas unregelmäßig gestaltet werden. Das verleiht ihm seinen natürlichen Charme. Jedoch müssen die Proportionen unbedingt eingehalten werden. Das bedeutet, dass auf kleine Flächen auch kleinere Steine gehören, während größere Anlagen auch einige Findlinge „verkraften“ können. Der Boden sollte nährstoffreich und durchlässig sein. Das heißt, normaler Gartenboden reicht für viele Kräuter völlig aus.
Ist der Untergrund so beschaffen, dass das Wasser schlecht abfließen kann, sollte eine Dränage-Schicht als untere Begrenzung eingebaut werden.

Bepflanzung des Steingartens mit Kräutern

Im Steingarten wird oft ein Stück Natur nachempfunden. Viele Steingartengewächse haben sich ihren Wildpflanzen-Charakter bewahrt, obwohl sie längst zu Kulturpflanzen geworden sind. Sie stammen meist aus kargen Regionen und sind deshalb schon von Natur aus sehr genügsam. Ideal ist es, wenn sich zunächst große Teile des neu angelegten Steingartens zügig begrünen. So bleibt weniger Platz für Unkräuter.

thymian

Thymian - Foto: Nuuuuuuuuuuul flickr.com

Dichte Teppiche bildet in relativ kurzer Zeit beispielsweise der Thymian (Thymus). Es gibt ihn in vielen Arten und Sorten. Darunter befinden sich neben den einfarbigen auch solche, die weiß oder gelb gemustertes Laub besitzen oder einen angenehmen Zitronenduft verströmen. Andere mediterrane Pflanzen wie Lavendel (Lavandula angustifolia), Oregano (Origanum vulgare), Ysop (Hyssopus officinalis) und Salbei (Salvia officinalis) passen ebenfalls sehr gut in den Kräuter-Steingarten. Sie locken durch ihre aromatischen Düfte den ganzen Sommer über unzählige nützliche Insekten an. Bergbohnenkraut (Satureja montana) und Currykraut (Helichrysum italicum) sind weitere geeignete Steingarten-Kräuter.

Viele dieser guten Tipps habe ich aus dem Artikel Kräuter im Steingarten anbauen (gefunden bei Gartendialog.de)

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