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Vorteile einer Kräuterschnecke

Eine Kräuterschnecke oder auch Kräuterspirale genannt, besitzt das Aussehen eines aufgeschnittenen Schneckenhauses. Diese wird mehrheitlich aus Steinen gebaut, um stabil zu wirken und dem inneren Druck nach außen hin stand zu halten. Im äußeren Bereich beginnt die Kräuterschnecke am tiefsten Punkt. Je weiter sich diese in das Zentrum bewegt, desto höher wird die Kräuterschnecke.

kraeuterschnecke bepflanzen

So könnten Sie Ihre Kräuterschnecke bepflanzen – Foto: weisserstier flickr.com

Aber nicht alleine der Baustil macht eine Kräuterschnecke aus, sondern auch die unterschiedliche Mischung der Erde. Während am unteren Ende ein kleines Wasserbecken entstehen sollte, damit überschüssiges Wasser abfließen kann, sollte auch die Erde aus reichlich Humus bestehen. Je höher die Erde eingefüllt wird, desto mehr Sand sollte zum Humus beigemischt werden. Dies hat zur Folge, dass sich unterschiedliche Kräuter in den verschiedenen Abschnitten sehr wohl fühlen und gut gedeihen können.

Natürlich können Sie auch im Hochbeet oder im Steingarten Kräuter anbauen, wir finden aber die Kräuterschnecke ideal, da Sie verschiedenste Zonen anlegen können, in denen die verscheidenen Arten von Kräutern gut gedeihen.

Vorteile einer Kräuterschnecke

  • Unterschiedliche Feuchtzonen für verschiedene Kräuter
  • Schädlinge werden durch die unterschiedlichen Kräuter abgehalten
  • Die Steine speichern die Wärme und den Wasservorrat
  • Die Freiräume der Steine werden von verschiedenen Insekten und Fröschen als Unterschlupf genutzt
  • Durch die abgeschrägte Bauweise kann überschüssiges Wasser besonders gut ablaufen

Unterer Teil

Der untere Teil der Kräuterschnecke ist mit Humus ausgefüllt. Das abfließende Wasser, das von oben nach unten fließt, staut sich im flachen Bereich und wird von der Erde aufgenommen. Daher ist der untere Abschnitt besonders gut für Kräuter geeignet, die

minze

Minze – Foto: Roberto Verzo flickr.com

besonders viel Wasser benötigen, um gut gedeihen zu können. In diesem Teilstück sollten daher Kräuter gepflanzt werden, die relativ viel Wasser aufnehmen können. Zu diesen gehören unter anderem die Brunnenkresse sowie die Wasserminze. Aber auch Zitronenmelisse, Dill, Schnittlauch, Petersilie oder Minze fühlen sich hier sehr wohl. Darüber hinaus reflektiert das kleine Wasserbecken die Sonnenstrahlen, so dass die Kräuter mit mehr Sonnenlicht geflutet werden.

Mittlerer Teil

Der mittlere Teil der Kräuterschnecke ist ein idealer Pflanzbereich für verschiedene Kräuter, welche weniger Wasser zum Gedeihen benötigen, als die im unteren Bereich. Dies ist ein Bereich, bei dem etwas Sand zum Humus beigemengt wird. Dadurch kann das Wasser dementsprechend leichter auf den Boden der Kräuterschnecke absickern. Halbschattige Kräuter fühlen sich in diesem Bereich besonders wohl. Salbei, verschiedene Thymianarten und natürlich auch Schnittlauch sowie Oregano, Melisse und Estragon wachsen hier sehr gut.

Oberer Teil

Der obere Teil der Kräuterschnecke ist mit einer Mischung aus Humus und Sand gefüllt. Dadurch können hier Kräuter wachsen, welche nur sehr wenig Wasser benötigen. Zu denen gehören Rosmarin, Salbei, bestimmte Thymianarten und Lavendel. Damit die Kräuter auch den Winter überstehen können, sollten diese nicht sofort nach dem Einpflanzen bewässert werden. Somit erhalten die Kräuter lange Wurzeln und werden auch winterhart.

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