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Küchenkräuter – Anbau und Pflege

Wer gern täglich frische Küchenkräuter zur Hand haben möchte, der kann sich seinen Wunsch meist recht problemlos erfüllen. Etliche der aromatischen Gewächse sind sehr genügsam, geben jedoch viel. Oft kann der Salzverbrauch beim Kochen durch Zugabe von Kräutern reduziert werden, denn auch sie verleihen faden Speisen das gewisse Etwas. Pluspunkte für eine gesunde Ernährungsweise sind außerdem die enthaltenen Vitamine, die in frisch geernteten und sofort verwendeten Pflanzenteilen noch zahlreich vorhanden sind. Auch aus gärtnerischer Sicht spricht vieles für den Anbau von Küchenkräutern: Sie sehen oft über einen langen Zeitraum hinweg dekorativ aus und locken durch ihre Düfte zahlreiche „Bestäuber“, wie zum Beispiel Bienen oder Hummeln, in die Gärten.

Der Anbau von Küchenkräutern

Kräuteranbau-Versuche werden in den meisten Fällen auch bei ungeübten Gärtnern mit Erfolgen belohnt. Eine große Gruppe der Küchenkräuter stammt aus dem Mittelmeer-Raum. Zu diesen mediterranen Gewächsen zählen beispielsweise Echter Thymian (Thymus vulgaris), Majoran (Origanum majorana) und Sommer-Bohnenkraut (Satureja hortensis). Sie alle bevorzugen einen vollsonnigen Standort. Ideal ist ein durchlässiger Boden von niedriger bis mäßiger Fruchtbarkeit. Unter solchen Bedingungen können die Pflanzen große Mengen ätherischer Öle produzieren. Diese sind für Geschmack und Duft des jeweiligen Krautes verantwortlich. Der Standort des Kräutergartens sollte sich aus praktischen Überlegungen in der Nähe des Hauses befinden, damit auch bei schlechterem Wetter schnell etwas geerntet werden kann, ohne erst das komplette Grundstück überqueren zu müssen. Viele Kräuter lassen sich hervorragend auf einem sonnigen Balkon kultivieren. Dort sind sie bei Bedarf schnell zur Hand und bieten, in hübschen Pflanzgefäßen angeordnet, einen erfreulichen Anblick.

Mehr zum Thema: Anbauen beliebter Küchenkräuter (gefunden auf hausgarten.net)

Die Pflege

Bei den meisten Mittelmeer-Kräutern sollte die Gießkanne eher sparsam zum Einsatz kommen, denn diese Pflanzen sind bestens an Standorte mit Trockenperioden angepasst. Ein Zuviel an Feuchtigkeit würde hier also mehr schaden als nützen. Zu den häufig in der Küche verwendeten Kräutern, die etwas mehr Wasser benötigen, zählen unter anderem Petersilie (Petroselinum crispum), Schnittlauch (Allium schoenoprasum) und Liebstöckel (Levisticum officinale). Diese bevorzugen auch nährstoffreichere Böden. Schädlinge und Krankheiten treten verstärkt auf, wenn die Kräuter am falschen Standort wachsen. Kulturanleitungen zum Kräuteranbau sind zahlreich vorhanden und sollten im Großen und Ganzen beherzigt werden. Ein überaus pflegeleichtes Küchenkraut, das sich sogar im Zimmer auf der Fensterbank ziehen lässt, ist die Gartenkresse (Lepidium sativum). Sie eignet sich durch ihre Anspruchslosigkeit auch gut für erste gärtnerische Experimente von Kindern. Werden Kräuter in Töpfen kultiviert, ist es wichtig, auf eine ausreichende Drainage zu achten, damit sich keine schädliche Staunässe bildet. Bei der Ernte einzelner Pflanzenteile sollten diese sauber abgeschnitten und beim Abtrennen nicht gequetscht oder zerfasert werden. So können die am Standort verbleibenden Pflanzen gesund weiter wachsen.

Mehr zum Thema: „Iss richtig“ – Spiegel TV zum Thema Kräuter in der Küche

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