Bohnenkraut

Das Bohnenkraut, oder besser die Bohnenkräuter, sind einjährige Krautpflanzen. Sie wachsen als aufrechte Kleinsträucher und verfügen über an Stängeln verteilte dünne Blätter mit glatten oder leicht gezahnten Rändern. Das Kraut ist recht anspruchslos an seinen Standort, allerdings auch nicht besonders zäh. So ist es zum Beispiel recht frostempfindlich.

Gewürz für Suppe und Eintopf

Bohnenkraut wird klassischer Weise zu Bohnen genutzt und ist ein beliebtes Eintopf- und
Suppengewürz. Bohnenkraut hat einen sehr aromatischen Geschmack und wird sowohl getrocknet als auch frisch verwendet. In Bulgarien ist es ein wichtiger Bestandteil traditioneller Würzmischungen.

Bohnenkraut als Heilmittel

Bohnenkraut, besonders das Sommer- oder Gartenbohnenkraut, wird in der häuslichen
Heilmittelverwendung als Tee aufgegossen und gegen Verdauungsbeschwerden getrunken. In typischen Magentees ist es ein klassischer Bestandteil. Auch gegen Husten- und Bronchialkrankheiten hilft die Einnahme von Bohnenkraut. Bei akuten Erkrankungen der Darmwege wie zum Beispiel Durchfall aufgrund von der Einnahme von Verdorbenem kann Bohnenkraut auch auf einem Löffel mit ein wenig Wasser direkt geschluckt werden. Die beruhigende Wirkung zeigt sich bereits nach wenigen Minuten. Diese Wirkung teilt sich das Kraut mit dem Beifuß.

Das Bohnenkraut war sowohl in seiner Heil- als auch in seiner Würzwirkung bereits den Römern bekannt. Es wurde in Europa bereits im Mittelalter angebaut. Seine Herkunft ist nicht gewiss, allerdings mag es gemäßigte, wärmere Zonen. Bohnenkraut kann sehr gut im Garten gesät und selbst gezogen werden. Seine Samen können auch während der Blüte entnommen und über Winter kühl, trocken und dunkel gelagert werden. Man sollte sie erst ab April aussäen, damit sie nicht in den kalten Nächten eingehen.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.