Estragon

Der Estragon ist verwandt mit dem bekannten Wermut. Frühere Bezeichnungen für ihn sind „Dragon“ oder „Dragun“. Das Gewürzkraut kommt heutzutage in den Balkanländern vor und wird meist von dort nach Westeuropa importiert. Die mehrjährige Strauchpflanze kann bis zu 1,50m hoch werden. Die einzelnen Äste tragen dünn verteilte Blätter, die leicht behaart sind.

Estragon – im Senf und der Sauce Bearnaise

Als Gewürz werden die Blätter des Estragons verwendet. Sie tragen einen leichten Anisgeschmack, was ihre Würze einzigartig und unverwechselbar macht. Ursprünglich begann seine Nutzung als Gewürzpflanze in China und wurde von den Arabern übernommen. Am bekanntesten in der heutigen Küche ist wohl seine Verwendung in der Sauce Bearnaise. Aber auch zu Fischgerichten, Reis, Geflügel oder beim Einlegen von Gurken und der Herstellung von Senf darf dieses Gewürz für den typischen Geschmack nicht fehlen. Mit der Petersilie, dem Schnittlauch und dem Kerbel gehört Estragon außerdem zu den typischen französischen Kräutermischungen und in den Garten.

Verwendung als Hausmittel

Man sagt Estragon nach, dass er schädigend für das Erbgut sein kann, sofern er in großen Mengen zu sich genommen wird. Tatsächlich ist das allerdings nur ein Grund für seine nicht in der Medizin angewandte Wirkung. Estragon wirkt in Speisen zu sich genommen verdauungsfördernd und ist gut für Galle und Harnblase. Früher hat man ihn daher als Heilpflanze bei allen Nieren-, Harnwegs- oder Verdauungskrankheiten eingesetzt. Noch heute setzt man Estragon ein um Rheuma und Muskelkrämpfe zu lindern. Hierfür reichen auf die schmerzenden Stellen aufgelegte Umschläge, die in hochkonzentrierte gekochte Tinktur getaucht wurden.

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