Salbei

Das Salbeikraut ist das wohl bekannteste Gewürz, dem eine unumstrittene wohltuende, wenn nicht sogar heilende Wirkung zugesprochen wird. Salbei gehört zu den Sträuchern und Lippenblütlern und sein Name stammt von dem lateinischen ‘salvare’ ab, was tatsächlich ‘heilen’ bedeutet. In unsere Breitengrade brachten Mönche die Pflanze. Der sogenannte Echte Salbei ist der bei uns am häufigsten verwendete, den man aus Küche und Gewürzregal kennt. Arten wie der Weiße Salbei, der um ein Vielfaches stärker und strenger in Geruch und Geschmack ist, wachsen in höheren Gebirgsregionen.

Salbei als Gewürz für Wild und Lamm

Als Gewürz wird Salbei gerne in der mediterranen Küche eingesetzt, oft in Kombination mit Rosmarin. In Tomatensoßen zum Beispiel ist die Rosmarin-Salbei-Kombination, die ihre Kraft erst in Verbindung mit ein wenig Zucker richtig entfaltet, unverkennbar für italienische Gerichte. Auch an mediterranen Wild- oder Lammspeisen fehlt Salbei nur selten.

Die heilende Wirkung ist seit langer Zeit bekannt

Als Heilkraut wird Salbei recht vielfältig eingesetzt. Bereits in der Antike wurde das Kraut zur Heilung verwendet. Wegen seines hohen Anteils an ätherischen Ölen wird Salbei zum Einreiben in die Haut, als Badezusatz und zum Inhalieren verwendet. Salbeitees lindern Reizhusten und Bronchialentzündungen, ein in Salbeiextrakt getränkter Umschlag auf die Haut gelegt kann Hautentzündungen mindern. Salbeibonbons werden gerne gegen Husten gelutscht. Einige Salbeiarten enthalten neben den heilenden Stoffen auch Halluzinoge, welche bei Räucherung des getrockneten Krauts ihre Wirkung zeigen. In Deutschland ist lediglich der Wiesensalbei wild vorkommend. Er enthält so geringe Mengen an Ölen, dass er praktisch nicht brauchbar ist in der Medizin.

Hinterlasse eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.